Alles nach der Reihe und in Ruhe

Um mit Parkour zu beginnen, gibt es eine Vielzahl an einfachen Vorraussetzungen, um das Training starten zu können. Dazu gehören neben dem aktiven Training, dem grundlegenden Wissen zu den Basics und der Idee hinter Le Parkour auch eine gute Ausstattung, um sein Training zu optimieren, vorallem, wenn man unterwegs oder zu Hause ist.

Wir fassen für euch in diesem Artikel kurz die wichtigsten Dinge zusammen, damit euch der Einstieg gelingt und zeigen euch Aussichten für die Zukunft, die euer Training verbessern können. Es ist absolut nicht nötig, sofort loszuziehen, um sich sein Zuhause mit Trainingsequipment vollzustellen, aber es gibt Dinge, die sind schon alleine für den Start wichtig und Andere, die sich mit Zeit als nützlich erweisen werden, sobald es die Zeit dafür gekommen ist.

Sportschuhe

Gescheite Schuhe sind und bleiben das wichtigste Mittel, um einzusteigen. Hier scheiden sich die Geister und man wird je nach Trainer, eigenen Erfahrung oder sogar dem Land, in dem man sich mit Parkourläufern unterhält, unterschiedliche Informationen erhalten. Am Ende ist es vorallem wichtig, dass man sich wohl fühlt und ein paar wenige Anfängerfehler vermieden werden.

Auswahlkriterien:

Sitz: Das feste und stabile Sitzen eines Schuhs ist unabdingbar für die primäre Kaufentscheidung
Grip: Die Sohle eine optimalen Parkourschuhs ist robust und klebt tendentiell eher als das sie stark rutscht.
Form: Eher flachere Schuhe, ohne besonders große Dämpfung für „Gefühl“ bei Landungen
Preis: Gerade anfangs lohnen teure Anschaffungen nicht. Hier ist zwischen 30 und 60 Euro sinnvoll.
Skip: Gutes Beispiel, was nicht gut geeignet ist -> Fußballschuhe. Zu flach und umknickgefahr durch bauform.
Beispiele: Decathlon Eigenmarken, Puma Faas, Asics Aaron, Nike Free, Adidas Racers oder K-Swiss Si-18

Sportkleidung

Hier gibt es am Ende des Tages keine großen Empfehlungen. Letztendlich sollte das getragen werden, wo eine gute
Beweglichkeit und ein positives Körpergefühl
beim Bewegen am Besten für einen selbst entsteht. Gerade anfangs durch kleine Fehler oder z.B. dem Rollen/Abrollen auf Rauen oder ggf. dreckigen Oberflächen empfiehlt sich eher eine günstige Grundausstattung statt seinem teuren, fancy Lieblingsshirt und der nagelneuen LaCoste Sportpants.

Zubehör

  • Klimmzugbänder für Dehn-, Kraft- und Klimmzugübungen

  • Blackroll etc. und andere Faszienrollen zur verbesserten Regeneration und Leistungfähigkeit

  • Magnesia (Pulver oder Liquid) für Training an Stangen, Boulderübungen

  • Kletterbretter und Handtrainer für die Griff- und Greifkraft

  • Tape und ähnliche Medizinprodukte für Stabiliserung von z.B. Prellungen oder zur Unterstützung

  • Wackelbretter / Airex Matten für Balance, Reha- und Stabilitätstraining

  • Holzringe mit (Klimmmzug)-Aufhängung – Denn es gibt m.M.n. kein besseres Tool als Ringe.
  • Plastik- oder Holzstäbe ab 1,20m Länge für Bewegungs- und Dehntraining

  • Lacross-Bälle (o.Ä.) zur Selbstmassage und für Rehamaßnahmen

Den Sinn von Anschaffungen hinterfragen

Entscheidend für ein gutes Training sind letztendlich der engangierte Einsatz, zu trainieren, sein Training stets zu reflektieren und zu hinterfragen. Startet man zudem mit passenden Schuhe, die einen vor Schaden schützen, aber auch genug seiner Landungen „erleben“ lassen, so findet man schnell mehr Bewusstsein für seine Sprünge. Mit der Zeit sind dann z.b. auch dünnere, leichtere Schuhe möglich.

Befindet man sich oft auf Reisen, Zuhause oder an Orten, die einen nicht direkt Parkour trainieren lassen, in der Form, wie man es braucht, so helfen genannte Tools, stets etwas im Training zu bleiben oder spezifisch schwächen anzugehen. Generell ist es sinnvoll, sich Stück für Stück selbst kennenzulernen. Jemand der bereits vor dem Parkourtraining viel gebouldert ist, wird wahrscheinlich bereits mit Krafttraining, Tape und Magenesia zu tun haben und besitzt ggf. bereits Dinge oder braucht diese nicht mehr, wohingegen jemand mit wenig Vorerfahrungen und dem Fokus auf Kraft sicherlich mit Klimmzugbändern und Physiobällen zur Massage (durch die ungewohnten Belastungen) sicherlich am Anfang mehr anfangen kann.

Meine persönliche Top 3:

  • – Klimmzugbänder in 2-3 Stärken
  • – Blackrolls / Faszientools (Normal, Peanut, Ball)
  • – Ringe und/oder Klimmzugbrett für Zuhause

Darüber hinaus nutze ich zum Beispiel noch viele Tools, die ich hier nicht aufzähle, die sehr speziell sind, zum Beispiel aus dem Armwrestlingbereich oder noch tiefer in den Physiobereich hineingehen, so dass diese erst nach Jahren für mich eine Relevanz haben.

Danke fürs Lesen und train safe!
Euer Daniel